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Freiwillige Feuerwehr, was ist das und braucht man das?

Die Anfänge der Freiwilligen Feuerwehr, wie wir sie heute kennen.

Versuche eine Freiwillige Feuerwehr (in Deutschland, Österreich und Südtirol als FF abgekürzt) fest einzuführen, gab es bereits 1745 in Barmen (ein heutiger Stadtteil von Wuppertal) und 1802 in Dortmund (hier unter der Bezeichnung „freiwillige Rettungsgesellschaft Dortmund“).

Eine der ältesten, dauerhaft bestehenden, Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland ist die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Saarlouis, im heutigen Saarland. Sie wurde 1811 von der damaligen französischen Regierung gegründet.

Diese Neubildung geschah zu einer Zeit, in der Napoleon ein Dekret für die Pariser Feuerwehr erlassen hatte, dessen Kerngedanken Freiwilligkeit der Rekrutierung der Mannschaft, militärisch straffe Organisation und unbezahlter Dienst, also Ehrenamtlichkeit, waren. Obwohl dieses Dekret ausdrücklich nur für Paris galt, die Brandschutzproblematik jedoch überall die gleiche war, erließen in der Folge auch die Präfekturen in Frankreich für ihre Verantwortungsbereiche vergleichbare Dekrete.

Nachdem am 1. Dezember 1815 die Preußen in Saarlouis eingezogen waren, ein Ergebnis aus dem Wiener Kongress, wurde die Feuerwehr preußisch bzw. deutsch.

Am 17. Juli 1841 erfolgte mit der Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr Meißen erstmal die Gründung einer deutschen Freiwilligen Feuerwehr nach heutigem Verständnis im sächsischen Meißen ( https://www.feuerwehr-meissen.de ).

Die nachfolgenden Freiwilligen Feuerwehr wurden meist aus politisch revolutionär eingestellten Turnvereinen heraus gegründet. Die Freiwilligen Feuerwehren verwendeten damals neuartige und leistungsstarke Spritzen, die vom Heidelberger Ingenieur Carl Metz gefertigt wurden.

Da diese Spritzen noch muskelbetrieben waren, war ihre Bedienung anstrengend und erforderte besondere Fitness.

Die Freiwilligen Feuerwehr heute, ist sie überhaupt noch notwendig?

In Deutschland sind, Stand 2017, es 1.027.996 Frauen und Männer und damit „nur“ 1,25% der Gesamtbevölkerung von rund 82. Mio., die im Notfall zur Verfügung stehen uns zu Hilfe zu eilen. Alle haben gemein sich in zahlreichen Übungsstunden auf den Ernstfall vorzubereiten. Unterschieden wird nur zwischen jenen die dies beruflich bei einer Berufs- oder Werksfeuerwehr absolvieren und jenen, die ihre Freizeit ehrenamtlich opfern, um für uns jederzeit optimale Hilfe gewährleisten zu können.

Ein Blick auf die Zahlen verrät, dass rund 33.000 Frauen und Männer bei den insgesamt 110 Berufsfeuerwehren in Deutschland ihren Dienst verrichten und ca. 35.000 bei 755 Werksfeuerwehren aktiv sind.

Während wir an Weihnachten, Sylvester, Ostern und / oder Familienfeiern uns ausgelassen unterhalten, stehen 24/7 1.006.638 Frauen und Männer im Dienst bei 22.022 Standorten der Freiwilligen Feuerwehren in der BRD.

Rund 97% der Feuerwehrfrauen und Männer verrichten damit ihren Dienst ehrenamtlich!

Wir verlassen uns darauf, dass diese Frauen und Männer zu jeder Zeit, ohne Rücksicht auf ihre eigene aktuelle Situation, für uns zur Verfügung stehen und dabei nicht selten bis an ihr persönliches Limit gehen müssen, um uns in allen Notlagen schnell und effektiv zu helfen.

Man sollte also nicht fragen, ob man die Freiwilligen Feuerwehren heute noch braucht, die Frage sollte sein, ob man sich nicht selbst in dem sicherlich auch im eigenen Ort vorhandenen Verein Feuerwehr engagieren sollte.

Die Freiwilligen Feuerwehren können jede Hilfe gebrauchen!

Gerade in ländlich geprägten Regionen wird es für die Feuerwehren zunehmen schwierig während der üblichen Arbeitszeiten ausreichend Hilfeleistende vorzuhalten.

Der stetige Rückgang der Landwirtschaft und die Zunahme von Betriebsaufgaben in den ländlicheren Regionen machen es den Feuerwehren schwer zu den normalen Arbeitszeiten ausreichend Hilfeleistende zur Verfügung stellen zu können. Über das permanente „Drehen“ an den Führerscheinklassen auf EU-Ebene mag jeder seine eigene Meinung haben, die Feuerwehren stellt dies vor zusätzliche Probleme, da Fahrzeuge bis 7,49 t Gesamtgewicht heute mit der Führerscheinklasse B nicht mehr bewegt werden dürfen.

Jeder kann mithelfen und ist beim Verein Feuerwehr sicher herzlich willkommen, man muss nur selbst den ersten Schritt gehen, um sich einem der Vereine anzuschließen, bei dem der Name „Gemeinnützigkeit“ mehr als bei den meisten anderen Vereinen, seinem Namen gerecht wird.

„Mach Dein Kind stolz!“ werde Mitglied bei der Feuerwehr!

 

Redaktion:

Wir möchten den langjährigen Mitgliedern der Feuerwehr Lengmoos, aber auch in allen anderen Feuerwehren, für ihren ehrenamtlichen Dienst danken. Den nun zu Ehrenmitgliedern ernannten wünschen wir nach wie vor viele gesellige Stunden bei ihren Kameradinnen und Kameraden!

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